Die Pilates-Methode ist ein allumfassendes Körpertraining, in dem in erster Linie die tief befindlichen, kleinen und im Regelfall weniger ausgeprägten Muskelgruppen angesprochen werden, welche für die richtige und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Workout beinhaltet Kraftübungen, Stretching und ausgewogene Atmung. Es ist bedingt ebenfalls zur Reha nach Unfällen zweckmäßig. Wesentlich ist eine kompetente Einführung in die Prozedur, um Bewegungs- und Körperfehlhaltung zu verhindern. Alles in allem ist die Verletzungsgefahr allerdings eher gering.

Anvisiert werden die Verstärkung der Körpermuskulatur, die Aufbesserung von Ausdauer und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Stimulation des Kreislaufs und eine verbesserte Körperwahrnehmung. Basis sämtlicher Übungen ist das Trainieren des so genannten Powerhouses, womit die in der Körpermitte gelegene Körpermuskulatur rund um die Wirbelsäule angesprochen ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln vom Beckenboden sowie die tiefe Rumpfmuskulatur werden bewusst gekräftigt. Sämtliche Bewegungen werden langsam und fließend umgesetzt, wobei die Muskeln sowie die Gelenke geschont werden. Zur gleichen Zeit wird die Atmung trainiert.

Einsteiger müssen das Training nach Auffassung von Anbietern mit einer Einzelstunde bei einem traditionell ausgebildeten Coach starten und anschließend zu Geräten wechseln, welche sie bei der exakten Umsetzung der Übungen unterstützen. Pilates hat die fünf klassischen Gerätschaften (Reformer, Cadillac, Chair, Barrel, Spine Corrector) erfunden, um den Schülern eine Förderung bei der Umsetzung der Übungen zu ermöglichen. Das weitläufig verbreitete Mattentraining wird erst für Erfahrene empfohlen. Die etwa 500 Pilates-Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Stabilisierung der Körpermuskulatur.