Yogaübungen verfolgen heutzutage in der Regel einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Harmonie bringen soll. In erster Linie in den europäischen Staaten wird Yoga oft in Unterrichtseinheiten vermittelt. Eine solche kombiniert Asanas, Phasen der Tiefenentspannung, Atemübungen wie auch Meditationsübungen. Die Ausübung der Asanas soll ein Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele anhand von kontrolliertem Atem und Konzentration optimieren. Anvisiert wird die optimierte Vitalität und zur gleichen Zeit eine Mentalität der inneren Ausgeglichenheit.

In der ehemaligen Yogalehre ist Yoga der Weg der Selbstvervollkommnung, zu dem unter anderem zählt, die Begierden zu zügeln und Formen der Säuberung auszuüben. Der esoterische Background des Yoga differiert bei unterschiedlichen Schulen wesentlich, er entspringt unterschiedlichen Wurzeln im fernöstlichen Raum, und die Lehrmeinungen waren der historischen Entwicklung unterworfen. Aufgrund dessen existieren sehr verschiedenartige Sichtweisen über den Sinn von Yoga und verschiedene Vorgehensweisen.

Nach der klassischen Anschauung, die vorwissenschaftliche und esoterische Elemente vereint, soll Yoga durch die Verknüpfung von Körperhaltungen, Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten, Atemführung wie auch dem Einsatz von Mantras (Meditationsworten oder Klangsilben) und Mudras (Körperhaltungen in Verbindung mit Bandhas oder Handgesten/Fingeryoga) die Lebensenergie (Kundalini) anregen, so dass sie beginnt, durch die Sushumna innerhalb der feinstofflichen Wirbelsäule zu den Chakren (Energiezentren) aufzusteigen.